Unsicherheit der Hündin?

Unsicherheit der Hündin?

Beitragvon Harveyjana » 8. Februar 2014, 21:54

ich habe seit gestern ein Problem. Mein Rüde Harvey, 9,5 Jahre alt ist vorletzten Mittwoch gestorben. Ich habe aber noch eine kastrierte Hündin der gleichen Rasse (Fila Brasileiro) 6,5 Jahre alt. Ich habe sie damals als Welpe zu dem Rüden dazu geholt. Sie war nie ohne ihn. Ich habe allerdings getrennt mit ihnen gearbeitet und sie hatten auch oft alleinige Sozialkontakte. Gestern Mittag war ich mit meiner Hündin Jana auf einer Freilaufwiese, auf der zu diesem Zeitpunkt nur ein Mann mit einer älteren Schäferhündin war. Die Schäferhündin lief frei, und nach Absprache mit dem Mann habe auch ich Jana abgeleint. Jana fiel ohne Vorwarnung über die Schäferhündin her. Ich konnte sie abrufen und niemand wurde verletzt. Also kein Beschädigungsbeißen eher Unterordnung.Heute war ich an einer anderen Stelle und traf eine Bekannte die einen netten Rüden hat. Wir leinten beide ab und sofort fiel Jana über den Rüden her, genauso wie einen Tag vorher. Ich habe sie sofort abgerufen, keiner verletzt.
Ich habe mein Leben lang Hunde gehabt, aber die jetzige Situation kenne ich nicht weil ich früher nur Einzelhunde hatte. Kann es sein, dass dieses Verhalten aus einer Unsicherheit heraus resultiert weil sie jetzt den Rüden nicht mehr hat? Vor drei Wochen noch war ich auf einem Mastiff-Treffen mit ca. zehn Hunden. Alles Friede. Kann es sein, dass ich Ihr zuwenig Sicherheit gebe, was ich aber eigentlich nicht glaube. Ich kann schon sagen, dass es mir momentan nach dem Tod von Harvey nicht so gut geht und die Hündin war auch dabei als er starb. Auch muss ich noch sagen, dass ich oft mit ihr alleine unterwegs war als Harvey noch lebte und es kam nie zu derartigen Vorfällen.
Villeicht hat jemand von Euch Hundefreunden einen Tipp für mich.
Viele Grüße Christa
Harveyjana
 

Re: Unsicherheit der Hündin?

Beitragvon BärbelWesterwald » 9. Februar 2014, 01:08

Ach je Christa, bei all der Trauer auch noch das.... Aber du bist meiner Meinung nach auf dem richtigen Dampfer. Ihr fehlt der souveräne Rüde, Frauchen geht es nicht gut und da denkt sie vielleicht "Angriff ist die beste Verteidigung." Mein Hunde haben immer so ca 2 -3 Wochen getrauert, wenn einer starb und jeder Hund hat auch anders getrauert, der eine hat sich zurückgezogen, der andere war extrem anhänglich, wieder ein anderer leicht reizbar. Wenn du magst kann ich dir auch per pn mal die Telefonnummer von Jacks Hundecoach geben, seit Jahren Fila-Fan und Besitzer.
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Re: Unsicherheit der Hündin?

Beitragvon Schnuffi » 9. Februar 2014, 10:38

Hallo Christa,
ich kann mich da Bärbel nur anschließen.

Ich weiß nicht, ob Du etwas von Homöopathie hälst, wenn ja würde ich hier folgende Empfehlung geben:
Bachblüten Rescue Tropfen oder besser falls Du sie bekommst "Healing Herbs"
Vom Konzentrat aus der Stock Bottle 3 Tropfen in eine separate Schüssel - Glas oder Keramik - kein Metall (hebt die Wirkung auf) geben.
Zum "normalen" Trinkwasser stellen. Ruhig für 2-3 Wochen. Es kann sein, dass die Hündin zunächst erst eimal garnicht davon trinkt oder evt. ganz viel. Die Hunde nehmen es nur, wenn sie es wirklich brauchen.

Ich hoffe ihr beide könnte die Trauer bald besser verarbeiten! :knuddel: :knuddel:
Zuletzt geändert von Schnuffi am 9. Februar 2014, 12:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Unsicherheit der Hündin?

Beitragvon Suleika » 9. Februar 2014, 12:18

Da kann ich mich nur anschließen, du hast das vermutlich richtig erkannt.
Du solltest auf jeden Fall vermeiden, dass deine Hündin weiter solche "Erfolgserlebnisse" macht. Evtl. auch nicht mehr auf einzelne Hunde "loslassen", sondern eher in einer kleinen Gruppe.
Da hat sie weniger Energie.
D.h.,solltet ihr Unterwegs auf einen freilaufenden Hund treffen und deine Hündin ist ebenfalls frei, brauchst du natürlich nicht gleich anleinen, nur die Situation Hunde angeleint, man spricht kurz und leint dann ab, das würde ich vermeiden, könnte sein, dass sie denkt, du schickst sie in die Gefahrenabwehr.
Viele Grüße und euch beiden alles Gute, Suleika
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Re: Unsicherheit der Hündin?

Beitragvon Harveyjana » 9. Februar 2014, 14:51

Hallo an alle und vielen Dank für die Tipps. Mit Homöopathie habe ich mich noch nicht so sehr beschäftigt, werde es aber jetzt tun. Den Fila-Coach von Jack hätte ich gerne mal kontaktiert, gibt nicht so viele davon wäre mal interessant. Wahrscheinlich war es auch mein Fehler sie aus dem Sitz heraus abzuleinen. Ich hatte auch nicht darauf geachtet ob sie in beiden Fällen den jeweiligen Hund fixiert hat. Wahrscheinlich ja, bin nicht gut drauf momentan. Werde gleich mal mit einer kleinen Gruppe in den Wald gehen.
Viele liebe Grüße Christa
Harveyjana
 

Re: Unsicherheit der Hündin?

Beitragvon Harveyjana » 9. Februar 2014, 19:35

Ich war heute mit einer kleinen Hundegruppe im Wald und habe Suleikas Rat befolgt. Die erste Zeit habe ich Jana an der Leine neben mir laufen lassen. Also kein Gegenüberstehen und dann Ableinen. Nach einiger Zeit habe ich sie abgeleint und ihr "Frei" gegeben. Sie ist mir über eine Stunde nicht von der Seite gewichen. Sie hat meine Nähe gesucht, villeicht aus Unsicherheit obwohl sie kein unsicherer Hund ist. Am Ende des Spaziergangs, als zwei der anderen Hunde schon im Auto waren, taute sie auf und fing mit einer Hündin an zu toben. Das sie mir aber nicht von der Seite gewichen ist während die anderen Hunde (Rüden) noch im Freilauf waren, beschäftigt mich jetzt. Villeicht sollte ich mir nicht soviele Gedanken machen.
Viele Grüße Christa
Harveyjana
 

Re: Unsicherheit der Hündin?

Beitragvon BärbelWesterwald » 9. Februar 2014, 19:42

Laß ihr (und dir) Zeit zu trauern und sich an die veränderte Situation zu gewöhnen. Suche mehr solche (positiven) Begegnungen wie heute und das wird schon.
Ich hatte immer mindestens drei Hunde - genau aus dem Grund. Dann bleibt nie nur einer übrig, sondern die zwei die "übrig" bleiben, haben wenigstens noch sich.
Trotzdem hat es immer lange gedauert, bis sich der Alltag und das Verhalten wieder normalisiert hat. Und wenn dann ein neuer ins Rudel kam, hat es meiner Erfahrung nach ca 1 Jahr gedauert, bis das neue Rudel sich gefunden hatte und ich mich auf das neue Rudel so verlassen konnte wie vorher.
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Re: Unsicherheit der Hündin?

Beitragvon Schnuffi » 9. Februar 2014, 19:45

da kann ich mich wieder mal nur Bärbel anschließen! :danke: :dafuer:
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Re: Unsicherheit der Hündin?

Beitragvon BärbelWesterwald » 9. Februar 2014, 19:51

Elke, dann schließe ich mich mal jetzt dir an - ich habe mit rescue Tropfen (Spray ist auch prima - kann man einfacher benutzen)auch gute Erfahrungen gemacht.
Selbst wenn sie dem Hund nicht helfen - wenn du das Gefühl hast, du kannst etwas tun und glaubst an diese Rescue Tropfen, strahlst auch du natürlich wieder mehr Sicherheit und Gelassenheit aus, was sich wiederum im Verhalten vom Hund dann spiegelt.
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Re: Unsicherheit der Hündin?

Beitragvon Schnuffi » 9. Februar 2014, 20:15

na ja Bärbel, ich weiß wohl, dass es sehr viele Menschen gibt die Homöopathie für Hokuspokus halten, die möchte ich auch nicht versuchen zu bekehren!

Ich persönlich habe mit einigen homöopathischen Mittel gerade bei Hunden sehr gute Erfahrung, z.B bei Scheinträchtigkeit von Hündinnen, hyperaktives Sexualverhalten bei Rüden etc., gemacht.
Aber z. B. bei einer Scheinträchtigkeit einer Hündin, weiß man wie lange diese dauert, gebe ich entsprechen homöopathische Mittel, gehen die Symptome schnell zurück und sorry, dies spielt sich nicht in meinem Kopf ab! ;)
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