Sonnenhunde

Sonnenhunde

Beitragvon Yeannie73 » 12. Dezember 2010, 18:16

Seit einigen Jahren habe ich hier ein Buch liegen, dass "Sonnenhunde"http://www.amazon.de/Sonnenhunde-Tierheimhunde-aus-dem-Ausland/dp/3837000400 heißt!!

Diese Buch habe ich mir damals gekauft, weil die Autorin die Frau eines Kollegen ist (mit dem ich damals eng zusammen gearbeitet habe und der meinen Wellensittichen ein neues zu Hause gab!) und mich interessierte, was sie so im Bereich Hunde/Tiere macht!

Zum intensiven Lesen kam ich nicht wirklich und so landete es - da es mich (mit meinem "Zuchthund") auch soweit nicht wirklich betraf- im Regal! :(

Nun, da sich der Verein immer mehr um Hunde aus dem Ausland - also eben um Sonnenhunde :) - kümmert,
habe ich es nochmal hervor geholt und mir die Homepage der Autorin noch einmal angesehen...

http://www.sonnenhunde.de

Zitat:
"Sonnenhunde sind Hunde aus anderen Ländern Europas. Vorwiegend stammen sie aus Süd- und Osteuropa. Einige wurden als Straßenhunde geboren, einige wurden bereits im Welpenalter ausgesetzt, andere später. ..."

Vielleicht interessieren sich einige von Euch für diese Buch -
einige Rezensionen findet man bei Amazon oder hier http://utedissemond.jimdo.com/rezensionen/ - über ihre Homepage ist das Buch in der Ausgabe, die ich habe (2005), noch für 13,- Euro zu bekommen!

Dies ist einer ihrer Fachartikel aus der "Wuff" - zum Thema Pflegehunde:
Private Pflegestellen: Die Alternative zum Tierheim? Hundemagazin Wuff 06/2006
Oft dienen private Pflegestellen als spontane Hilfe bei Notfallsituationen. Hier springen diese ein, um einem in Not geratenen Tier direkt und unkompliziert zu helfen. Private Pflegestellen helfen so kurzfristig Notsituationen zu überbrücken, um den betroffenen Tieren ein manchmal schlimmes Schicksal zu ersparen.
Vorteile einer privaten Pflegestelle!
Viele Tierschutzvereine und Organisationen (vor allem solche, die mit der Vermittlung von Auslandshunden beschäftigt sind) arbeiten mit privaten Pflegestellen, bei denen die Hunde bis zu ihrer endgültigen Vermittlung leben, also nicht nur kurzfristig, sondern als Ersatz für eine Auffangstation oder ein Tierheim. Hierbei beschränkt sich die Aufnahme eines Hundes nicht nur auf einen sehr kurzen Zeitraum, sondern unter Umständen auf Monate oder in seltenen Fällen auch noch länger.
Wird die Pflegestelle vom verantwortlichen Verein/von der Organisation bereits im Vorfeld sorgfältig ausgewählt, dann genießt der Hund dadurch viele Vorteile:
Die Hunde leben in einer Familie anstatt in einem Tierheim.
Familienanschluss, statt Zwingerhaltung
Die Betreuung ist individuell.
Es besteht die Möglichkeit, dem Hund Erziehung zukommen zu lassen.
Charakter, Vorlieben und Eigenarten des Hundes können besser erkannt und beurteilt werden.
An die Lebensumstände in einer Familie können sich viele Hunde besser anpassen als an den Tierheimalltag, und sie zeigen sich daher in der Familie ausgeglichener.
Durch die Familienanbindung treten stressbedingte Auffälligkeiten oder gar Stereotypien kaum auf.
Auswahlkriterien für Pflegestellenbewerber!
Um diese Vorteile dem Hund tatsächlich zu bieten, werden an die Pflegestellen hohe Anforderungen gestellt. Daher ist eine sorgfältige Auswahl der Pflegestellenbewerber von Vereins-/Organisationsseite erforderlich. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien gehören unter anderem theoretische und praktische Sachkenntnisse im Allgemeinen, wie auch im Rassespezifischen sowie genügend Zeit zur täglichen Betreuung der Pflegetiere.
Werden diese wichtigen Aspekte wirklich immer berücksichtigt?
Natürlich sind negative Erfahrungen für Mensch und Tier auch manchmal trotz der vorherigen sorgfältigen Auswahl nie ganz auszuschließen. Jeder Tierschutzverein/jede Organisation sollte aber bestrebt sein, dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, und hier seine Prioritäten setzen anstatt auf eine möglichst hohe Anzahl von vermittelten (und importierten) Hunden, welche nach kürzester

Zeit mit Problemverhalten weitergereicht werden.
Unterbringung - egal wo?
Manchmal entsteht jedoch der Eindruck, dass einige Vereine/Organisationen vorrangig daran interessiert sind, möglichst viele Hunde schnell irgendwo unterzubringen.
Was empfinden die Hunde?
Wie mag sich wohl ein Hund fühlen, der innerhalb von wenigen Monaten schon mehrere Pflegestellen durchlaufen musste, an die erstbesten neuen Besitzer weitergegeben wurde und manchmal von diesen bereits nach einigen Tagen wieder zurückgebracht wird?
Wie mag sich ein Hund fühlen, der bisher nicht viel Positives von den Menschen erfahren hat und in seiner Pflegestelle zum ersten Mal Vertrauen fassen konnte, bereit ist, eine Bindung zum Mensch einzugehen - und nun weitergegeben wird?
Jede Pflegestelle sollte sich ihrer Verantwortung gegenüber den anvertrauten Hunden bewusst sein und dieser gerecht werden!
So bitte nicht!
Leider werden private Pflegestellen, vor allem von einigen Vereinen/Organisationen, die Hunde aus dem Ausland vermitteln, jedoch immer wieder dazu benutzt, um möglichst viele Tiere kostengünstig unterzubringen und schnell weiter zu geben.
Das Wohl der Hunde bleibt dabei allzu oft auf der Strecke. Die betroffenen Hunde landen bedauernswerter Weise bei Menschen, die weder mit dem Hundeverhalten noch mit den täglichen Bedürfnissen des Hundes vertraut sind und bestenfalls Mitleid vorweisen können. Wegen Überforderung verlieren diese Pflegestellen dann schnell die Geduld und auch das Interesse am Pflegehund, der daraufhin schnell weitergereicht wird, egal wohin, Hauptsache es ist wieder Platz für den nächsten Pflegehund da, der schon erwartet wird. Will der ebenfalls oft schnell überforderte und fehlinformierte neue Besitzer den Hund nun an die Pflegestelle, welche ihm den Hund vermittelt hat, zurückgeben, so ist es leider keine Seltenheit, dass dies abgelehnt wird und sich nun niemand mehr für das bedauernswerte Tier verantwortlich fühlt.
So sollte kein Hundeleben verlaufen.
Es geht auch anders!
Dass es aber auch anders geht, stellen täglich zahlreiche Tierschutzvereine und Organisationen mit ihren Mitgliedern unter Beweis.
Im Gegensatz zu den zuvor genannten Vermittlungspraktiken wählen diese die Pflegestellenbewerber zuvor sorgfältig aus und fühlen sich den von ihnen vermittelten Tieren stets verpflichtet. Das spiegelt sich auch in der Auswahl der neuen Hundebesitzer wieder. Im Vorfeld wird sorgfältig kontrolliert, und diese Vereine nehmen die von ihnen vermittelten Tiere auch wieder zurück, falls es wider Erwarten im neuen Zuhause doch nicht harmonieren sollte. Zum Glück - und nicht zuletzt wegen der gründlichen Vorarbeit kommen Rückläufe hier aber nur selten vor.
Auch hier ist man bestrebt, so vielen Tieren wie möglich zu helfen, aber das Wohl der Hunde steht stets an erster Stelle und nicht die hohe Zahl an vermittelten (geretteten?) Tieren.
Fazit:
Werden private Pflegestelle mit Sorgfalt ausgewählt und bringen diese neben Sachkenntnis auch noch eine gute Portion von persönlichem Engagement mit, so kann sich jeder Hund glücklich schätzen, über eine solche Pflegestelle noch ein Chance auf ein besseres Leben zu bekommen. ©Ute Dissemond
Liebe Grüße,
Svenja
mit dem Schnauzer Irit und Felisha - und den Katzen Minou, Barney und Murphy (und Yeannie und Kater Gizmo im Herzen)

Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen können, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken können.
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Re: Sonnenhunde

Beitragvon Gisela » 12. Dezember 2010, 21:49

Yeannie73 hat geschrieben:
Diese Buch habe ich mir damals gekauft, weil die Autorin die Frau eines Kollegen ist (mit dem ich damals eng zusammen gearbeitet habe und der meinen Wellensittichen ein neues zu Hause gab!)





aber Svenja, was schreibst du uns :mrgreen: !!!
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