Kinsha - Schock am Wochenende

Re: Kinsha - Schock am Wochenende

Beitragvon pelagia77 » 10. November 2016, 12:19

Hallo,
ich habe Erfahrung mit Dauertherapie mit Cortison. Wie hochdosiert ist es? Wie lange kriegt sie schon und wie sieht Medikamentenplan aus? Was für ein Magenschutz bekommt sie?

Zu Dauerhunger: es legt sich, auf keinen Fall mehr zum Essen geben, man kann die große Portion auf mehrere kleinen aufteilen, damit sie immer wieder was kriegt. Wichtig ist genug pieseln lassen, nach Cortison ist oft vermehrte Wasseraufnahme und irgendwann muss das auch raus.

Sie kriegen Cortisonbauch, es sieht nicht schön aus, wie "Hungerbauch", das ist normal und man kann nichts dagegen tun, nach der Therapie normalisiert sich alles. Wenn Du die Augen beobachtest, manche kriegen Junkie Augen, etwas benommen, bei Hochdosiertem Cortison ab 1 mg/kg aufwärts. Nach der Therapie ist alles wieder in Ordnung. Das ist normal. Sehen ist nicht beeinträchtigt. Cortisontherapie ist an sich belastend, der Hund soll das machen was ihm Spaß macht (und was er darf), wenn er auf lange Spaziergänge keine Lust hat, einfach sein lassen.

Nach 3-4 Wochen wird das Fell etwas stumpf und wird rausgehen (auch bei Schnauzer, die nicht haaren) nach der Therapie wächst wieder nach.
Cortison darf nicht abrupt gestoppt werden, muss Schritt für Schritt reduziert werden. Es dauert mehrere Tage sonst ist das lebensbedrohlich.

Alles in Allem aber ist Cortison oft ein gutes Mittel, richtig eingesetzt hilft sehr.

Wie sicher ist die Diagnose?
Wir wünschen gute Besserung mit Grüßen aus Franken
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Re: Kinsha - Schock am Wochenende

Beitragvon agi » 10. November 2016, 12:39

Ach wie schrecklich :knuddel: :knuddel: :knuddel: .

Leidet der Hund :knuddel: - leidet der Mensch :bussi: !
Gute Besserung :daumen: :daumen: :daumen:
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Re: Kinsha - Schock am Wochenende

Beitragvon knuffeltuk » 15. November 2016, 12:26

Mittlerweile haben sich Kinshas Blutwerte stabilisiert, sie ist zumindest kein Bluter mehr. Leider hat sich die Diagnose der Autoimmunen Erkrankung bestätigt, auch durch die Laboruntersuchunen der Uni Hannover. Sie hat Antikörper auf ihre eigenen Thrombozyten. Eine Blasenentzündung hat sie auch noch.

Sie bekommt derzeit noch knapp 2mg Cortison pro Kilo, dazu 6 ml Sandimmune um das Imunsystem runter zu fahren. Dazu dann natürlich Magenschutz und auch was gegen Durchfall. Sie trinkt extrem viel und muss auch ganz oft raus - GsD haben wir einen Innenhof zu dem wir die Tür auflassen können.

Zwei mal hat sie uns furchtbar erschreckt weil sie keine Reaktion zeigte, nicht mal ein Augenzucken. Sie wirkte als sei sie bewußtlos. Der Kühlschranktest hat dann aber sofortiges Kommen zur Folge gehabt. Insgesamt wirkt sie eher gelangweilt, weil keine langen Spaziergänge und Schonprogramm angesagt sind aber alles in Allem geht es ihr einigermaßen. Wir hoffen nun, dass wir die Medis langsam wieder reduzieren können.

Heute ist wieder Blut abgenommen worden, unsere Tierärztin kommt ins Haus. Mal sehen was die Werte ergeben.

LG
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Re: Kinsha - Schock am Wochenende

Beitragvon Michaela Team » 15. November 2016, 12:35

Das ist ja eine richtig komplexe Geschichte. Braucht weder Mensch noch Hund.
Weiterhin :daumen: :daumen: :daumen:
Bin in Eile und übernehme keine Garantien bezügl. Rechtschreibung und Grammatik :heilig:
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Re: Kinsha - Schock am Wochenende

Beitragvon Silke Team » 15. November 2016, 13:49

ach Michaela :knuddel: wir drücken auch ganz feste die Daumen, dass das mit den Medis bald weniger wird und sich alles stabilisiert, damit Kinsha bald wieder toben kann.

Wenigstens hat der Kühlschranktrick funktioniert, der geht hier bei mir auch immer ;)

Alles Gute weiterhin für Euch :daumen:
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Re: Kinsha - Schock am Wochenende

Beitragvon FrankySilke » 15. November 2016, 18:14

Hallo Michaela, zu der Krankheit kann ich leider (oder eigentlich zum Glück) auch nichts sagen :( , aber ich drücke Euch ganz feste die Daumen, dass Ihr es zumindest bald in den Griff bekommt und Kinsha gut damit leben kann :knuddel: . Habe Kinsha ich glaub 2012 oder 2013 beim Pfingsttreffen in der Pfalz kennenlernen dürfen und war so begeistert, was Du durch das Clickern mit ihr bewirkt hast... :love:
LG von Silke (Nayeli und Mitch fest im Herzen)

Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.
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Mittlerweile sind fünf Wochen vergangen

Beitragvon knuffeltuk » 17. Dezember 2016, 09:51

und Kinsha geht es mal einigermaßen, mal ziemlich schlecht und ab und zu gut. Momentan frisst sie wenigstens ihre Lieblingssnacks.

Die erste Medikation mit den hohen Cortisondosen mussten wir nach drei Wochen absetzen weil die Nebenwirkungen für sie nicht tragbar waren. Mit dem neuen Medis ging es ihr zunächst deutlich besser mittlerweile aber auch nicht mehr. Dosis reduzieren geht lt. Tierärzten nicht weil dann die Blutwerte wieder in den Keller gehen und wir das Ganze nicht mehr einfangen können. Wir versuchen also genau wie beim Menschen die Nebenwirkungen zu lindern.

Beim Suchen nach Infos im Netz bin ich leider nicht auf viele Geschichten mit dieser Diagnose gestossen die gut ausgegangen sind. Es gibt wohl bei Pudeln und Cockerspaniel eine genetische Disposition für eine Thrombozytopenie. Es ist eine sehr seltene Erkrankung.

So lange sie noch Lebensqualität hat kämpfen wir mit ihr weiter. Wenn die Nebenwirkungen überhand nehmen und nicht mehr zu lindern sind müssen wir eine schwere Entscheidung treffen.

Wir freuen uns über jeden guten Tag mit ihr - wie heute.
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Re: Kinsha - Schock am Wochenende

Beitragvon Albrecht Team » 17. Dezember 2016, 12:48

Moin.

Wünsche euch viel Kraft.
Und :daumen: dass ihr zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung trefft :(

Ganz lieben Gruß

Albrecht
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Re: Mittlerweile sind fünf Wochen vergangen

Beitragvon Ingrid » 17. Dezember 2016, 15:29

knuffeltuk hat geschrieben:
Wir freuen uns über jeden guten Tag mit ihr - wie heute.


Ich wünsche Euch, dass Ihr mit Kinsha noch viele gute Tage verbringen könnt,
und dass die Medis nur ihre gute Wirkung tun.

LG
Ingrid
In einer idealen Welt hätte jeder Hund ein Heim
und jedes Heim einen Hund.
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Re: Kinsha - Schock am Wochenende

Beitragvon pelagia77 » 17. Dezember 2016, 18:52

Wir schicken auch beste Grüße aus Franken. Gute Besserung, dass es alles wieder gut wird.
Manchmal passierten Wunder :knuddel:
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