Riesenschnauzer Balu II (vermittelt Juli 2014)

Mit Balu hatten wir einen Hund übernommen, der uns ganz lange beschäftigte, und bei dem wir zeitweise nicht wussten, welche Vermittlungswege wir für ihn beschreiten sollten. Balu lebte die ersten sieben Jahre seines Leben auf einem großen Gelände in einem Wochenendgebiet zusammen mit seinem Frauchen. Er hatte wenig bis keine Sozialkontakte zu Menschen und Hunden, war mehr oder weniger sein eigener Herr und nahm dementsprechend seine eigene Erziehung auch selbst in die Hand. Nach dem Tod seines Frauchens wurden wir gebeten, für Balu einen neuen Platz zu finden, was sich auf Grund der genannten Gegebenheiten als äußerst schwierig erwies. Ein erster Versuch mit einer Pflegefamilie misslang, und wir wählten dann die Variante „Hundetrainer mit Hundepension“. Dank großzügiger Unterstützung aus der Familie seines ehemaligen Frauchens konnten wir bei seinem Aufenthalt in der Hundepension Näheres über Balu erfahren und uns ein umfassendes Bild darüber machen, nach welchem Platz wir suchen sollten. Uns schwebte eine Einrichtung vor mit Hunden in Rudelhaltung und großem Gelände, wo Balu zumindest einen Teil seiner bisherigen Lebensart wieder leben konnte. Mitten in diese Suchbemühungen lief uns das Glück sprichwörtlich über den Weg. Eine Familie von der Ostsee, erfahren mit schwierigen und eigenwilligen Hunden, interessierte sich für Balu und übernahm ihn nach kurzem Kennenlernen. Balu wird in seiner Familie so akzeptiert, wie er ist und mit viel Geduld wird in kleinen Schritten an seiner Erziehung gearbeitet. Kleine Rückschläge werden dabei mit großer Gelassenheit in Kauf genommen und werfen die Familie nicht aus der Bahn. Balu gehört mit Sicherheit zu den vermittelten Hunden, über die wir uns am meisten Gedanken machen mussten und die uns große Sorgen bereiteten. Um so froher sind wir, dass er solch ein tolles Plätzchen gefunden hat – es war wie ein Sechser im Lotto!

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